KANINCHEN

GESUNDHEIT

Wenn Sie Ihr Kaninchen gut versorgen und darauf achten, dass es das richtige Futter, die richtige Umgebung, Bewegung und Aufmerksamkeit bekommt, dann bleibt Ihr Kaninchen fit und gesund, aufmerksam und frisst und trinkt normal.

Jede Änderung des normalen Verhaltens kann ein Hinweis auf ein Problem sein. Achten Sie besonders auf folgende Dinge:

  • Aufnahme von weniger Futter oder Trinken als sonst
  • Unruhe oder Lustlosigkeit – oder zusammengekauerte Haltung
  • duffes, verschmutztes oder juckendes Fell
  • Absonderungen aus Augen, Ohren oder Nüstern
  • durch Urin oder Fäkalien verschmutztes Hinterteil
  • abweichende Farbe oder Form der Fäkalien
  • erhöhte oder verringerte Urinproduktion – oder eine abweichende Farbe
  • Gestank aus den Ohren, dem Mund oder dem Hinterteil
  • lautes Zähneknirschen
  • Schwierigkeiten beim Fressen, Trinken oder Bewegen, Probleme mit der Atmung – oder rasselnde Geräusche aus der Brust
Häufige Krankheiten
Kaninchen können zahlreiche Krankheiten bekommen und sind nicht besonders widerstandsfähig. Daher ist es wichtig, dass man Anzeichen einer Krankheit rechtzeitig entdeckt. Es ist also entscheidend, dass Sie Ihr Kaninchen gut kennen, denn dann fällt Ihnen Ungewöhnliches schnell auf. Einige der häufigsten Probleme:

Zahnprobleme – Kaninchenzähne wachsen das ganze Kaninchenleben lang immer weiter und zwar mit einer Geschwindigkeit von 2 mm bis 3 mm pro Woche. Kaninchen brauchen faserreiche Nahrung, damit ihre Zähne gleichmäßig abgenutzt werden und nicht zu lang werden. Wenn die Zähne nicht abgerieben werden, wachsen sie verkehrt, und das kann unangenehm sein, aber auch zu Abszessen, Anorexia usw. führen. Möglicherweise müssen die Zähne vom Tierarzt abgerieben werden, um das Problem zu beseitigen. Anzeichen von Zahnproblemen können Speichel um den Mund, auf der Brust oder an den Vorderläufen, mühseliges Fressen oder Zähneknirschen sein. Wenn Sie sich auch nur die geringsten Sorgen um Ihr Kaninchen machen, fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat.

Fliegenmaden – Kaninchenkot zieht Fliegen an, im Stall oder am Hinterteil des Kaninchens. Aus Fliegeneiern werden Larven und dann Maden, die sich zunächst von Kaninchenkot ernähren und sich dann in die Haut des Kaninchens eingraben, wo sie sich vom Fleisch des Kaninchens ernähren. Das macht im Allgemeinen Beschwerden, ist schmerzhaft und führt meistens zum Tod. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kaninchen nicht von Fliegenmaden befallen werden kann, indem Sie den Kot regelmäßig aus dem Stall entfernen und Ihr Kaninchen täglich bürsten. Ein gut belüfteter Stall zieht Fliegen nicht so schnell an und sie werden nicht so leicht dort eingeschlossen. Spritzen Sie Home Help in den Stall und auf die Einstreu, um Fliegen abzuwehren und Bakterien zu beseitigen. Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kaninchen Fliegenmaden hat, müssen Sie unverzüglich mit ihm zum Tierarzt.

Erkältung / Pasteurella – dies ist eine Krankheit, die durch Bakterien verursacht wird und durch Stress hervorgerufen werden kann (hohe Temperatur, Zug, feuchte Einstreu usw.). Die Symptome des Tiers ähneln stark denen einer Erkältung: Lecknase, Atemprobleme und Absonderungen aus den Augen. Eine Erkältung kann zu schwer wiegenderen Problemen führen, wie Lungenentzündung, Gleichgewichtskrankheit und Zahnwurzelfäule. Sorgen Sie dafür, dass der Stall gut belüftet ist und dass die Temperatur relativ konstant ist (etwa 16 °C). Entfernen Sie alle feuchte Einstreu aus dem Stall. Gehen Sie zum Tierarzt, wenn Ihr Kaninchen etwas kümmerlich aussieht.

Parasiten – Kaninchen sind empfindlich gegen eine Reihe interner und externer Parasiten wie Flöhe, Milben, Würmer und Kokzidiose. Kaninchen, die im Hause gehalten werden, müssen von allerlei Parasiten frei gehalten werden, damit sie in optimalem Zustand sind. Anzeichen von Parasiten sind verschiedenartig: von schlechterer Kondition über Durchfall oder schmerzhafte Haut, je nach Art und Ort der Infektion. Wenden Sie sich an Ihren Tierarzt: bitten Sie um eine Diagnose und eine geeignete Behandlung.

Magen-und-Darm-Probleme – die Ursache hierfür kann verkehrtes Futter sein, Stress, Parasiten usw. Ihr Kaninchen hat dann eine gestörte Verdauung und Symptome sind Blähungen, Verstopfung oder Durchfall oder eine Kombination dieser Symptome. Ihr Kaninchen muss in dem Fall so schnell wie möglich behandelt werden, damit es nicht zu Austrocknungserscheinungen kommt und damit sich die Lage nicht verschlechtert, denn das kann durchaus schnell gehen. Fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat, wenn Ihr Kaninchen Anzeichen einer dieser Krankheiten aufweist.

Myxomatose – diese Krankheit wird durch Fliegen verbreitet oder durch Kontakt mit anderen infizierten Kaninchen oder Gegenständen. Die Symptome sind meistens geschwollene Augenlieder und eine dickliche Absonderung aus den Augen und den Nüstern. Das Kaninchen wird völlig passiv und frisst nicht mehr. Im Allgemeinen ist diese Krankheit tödlich. Wenn Ihr Kaninchen eines dieser Symptome aufweist, müssen Sie es sofort zum Tierarzt bringen und es von anderen Kaninchen absondern. Bedenken Sie, dass eine Impfung dieser Krankheit vorbeugen oder auf alle Fälle ihr Ausmaß verringern kann. Auch die regelmäßige Kontrolle auf Flöhe und ein sauberer Stall können verhindern, dass sich das Virus verbreitet.

Gefährliche Pflanzen
Das Füttern Ihres Kaninchens mit Pflanzen bringt Abwechslung in den Speiseplan und kann das Interesse Ihres Kaninchens an der Nahrung fördern, denn Pflanzen enthalten essenzielle Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien. Allerdings gibt es Pflanzen, die für Kaninchen schädlich sind, wenn sie sie fressen. Manche Pflanzen verursachen Krankheiten, Beschwerden oder sind sogar tödlich. Die folgenden Pflanzen sind u.a. für Ihr Kaninchen schädlich. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kaninchen sie nicht ins Futter bekommt bzw. dass es diese Pflanzen nicht findet:

Efeu
Holunderstrauch
Iris
Bittersüß (ein Halbstrauch aus der Gattung der Nachtschattengewächse)
Stechpalme
Butterblumen
Fingerhut
Klematis (Waldrebe)

Das Fressen giftiger Pflanzen kann unterschiedliche Auswirkungen auf Ihr Kaninchen haben. Die Symptome können sein: Hautallergien, Atemprobleme und Übelkeit. Wenn Sie nicht sicher wissen, ob eine Pflanze giftig ist oder nicht, dann lassen Sie Ihr Kaninchen sie nicht fressen! Wenn Sie vermuten, dass Ihr Kaninchen vergiftet ist, müssen Sie es sofort zum Tierarzt bringen.

Supreme Petfoods hat ein Faltblatt mit Informationen über giftige Pflanzen: "Russel & Gerty’s Guide to Dangerous Plants".

Click here to download an Acrobat PDF copy of the "Caring For Your Rabbit" leaflet